Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat einen aktualisierten  Aktionsplan Güterverkehr und Logistik veröffentlicht. Begrüßenswert ist, dass dieser in einem offenen Prozess gemeinsam mit der Verkehrswirtschaft entwickelt wurde – auch das DVF hat sich darin engagiert. Nun liegt die Bewertung des DVF der Logistikbeauftragten der Bundesregierung, Dorothee Bär MdB, vor.

 

„Alle wichtigen Maßnahmen sind im Aktionsplan Güterverkehr und Logistik zwar enthalten, aber nach meiner Auffassung hätte er ambitionierter ausfallen können. An einigen Punkten fehlen konkrete Aussagen zur Umsetzung oder weiterführende Aspekte“, fasst DVF-Geschäftsführer Thomas Hailer das Dokument kurz zusammen.

 

Für die Logistik ist Digitalisierung ein unverzichtbarer Standortfaktor. Das hat auch das BMVI erkannt und dieses wichtige Thema erstmals im Aktionsplan aufgegriffen. Vor diesem Hintergrund sollte die prioritäre Bereitstellung von mobiler Datenkapazität auch auf Logistikzentren und Knotenpunkte ausgeweitet werden und nicht nur entlang der Hauptverkehrsadern, wie im Aktionsplan beschrieben.

 

Wenn es um die Weiterentwicklung alternativer Antriebe und Kraftstoffe, wie im Aktionsplan beschrieben, geht, muss nach Meinung des DVF die gesamte Logistikkette erfasst werden. Angefangen vom Lkw-Fernverkehr, Schiene, Schiff, Flugzeug bis hin zur letzten Meile.

 

Eine bedarfsgerechte Verkehrsinfrastruktur ist das A und O für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dafür müssen klare Prioritäten bei den Investitionen festgelegt werden, welche aus Sicht des DVF die stark belasteten Hauptverkehrskorridore bei Straße und Schiene, Seehafenhinterlandanbindungen und Schleusen sind. Diese Investitionen müssen mit ausreichend finanziellen Mitteln unterfüttert werden. 

DVF-Stellungnahme zum Aktionsplan Güterverkehr und Logistik

 

 

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