Jahresbericht
2025/2026

Editorial: Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner - Vorsitzender des Präsidiums

Die deutsche Wirtschaft kämpft mit Rezessionsängsten, hohen Energiekosten und Wettbewerbsschwäche durch Reformstau. Natürlich hat die Bundesregierung nicht auf alles Einfluss, aber hausgemachte Probleme müssen gelöst werden.

Editorial: Dr. Pierre Dominique Prümm
Vorsitzender des Präsidiums

Finanzierung und Infrastruktur

In der letzten Sitzung der vergangenen Legislaturperiode beschloss der scheidende Bundestag mit Zweidrittelmehrheit ein 500 Milliarden Euro starkes Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK). Als nie dagewesene Investitionsoffensive für die Modernisierung und Zukunftsfähigkeit Deutschlands angekündigt, begrüßte das DVF das Sondervermögen als wichtigen Schritt für mehr Planungssicherheit bei der Infrastrukturfinanzierung. Gleichzeitig machte das DVF deutlich, dass die über das Sondervermögen zur Verfügung gestellten Mittel ihre Wirkung nur dann entfalten können, wenn sie zusätzlich zu den bisher im regulären Haushaltsplan vorgesehenen Investitionen angesetzt werden.

Die neue Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag weitreichende Finanzierungsreformen angekündigt, die die Forderungen des DVF nach mehr Transparenz und Verlässlichkeit bei den Finanzierungsinstrumenten aufgreifen. Unter anderem ist die Herstellung der Kreditfähigkeit der Autobahn GmbH, die Etablierung eines Eisenbahninfrastrukturfonds und die Entwicklung eines Finanzierungs- und Realisierungsplans für die Wasserstraßen vereinbart.

Diese Vorhaben waren auch Gegenstand des Austausches des DVF-Präsidiums mit Verkehrsminister Patrick Schnieder Mitte des Jahres, in dessen Rahmen auch die Erwartungen und Lösungsvorschläge der Mobilitätswirtschaft u. a. zum Abbau des Sanierungsstaus bei der Verkehrsinfrastruktur, Strukturreformen, Bürokratieabbau und Ausstattung des Verkehrshaushaltes adressiert wurden.

Letzterer wurde für 2025 erst nach der Sommerpause verabschiedet, was eine faktische Haushaltssperre und Verzögerungen bei Investitionsprojekten zur Folge hatte, was vom DVF kritisiert wurde.

Ebenso machte das DVF darauf Aufmerksam, dass entgegen der Versprechungen der Bundesregierung aufgrund einer breiten Verschiebung von Haushaltsmitteln in das Sondervermögen nur jede dritte Milliarde tatsächlich für zusätzliche Investitionen in den Verkehrssektor zur Verfügung steht. Angesichts eines Finanzbedarfs für die Verkehrsinfrastruktur in Höhe von 250 Milliarden Euro zwischen 2025 und 2030 bedeutet dies, dass trotz SVIK allein für diesen Zeitraum immer noch rund 79 Milliarden Euro fehlen.

Deutlich unterfinanziert sind die Wasserstraßen und Häfen. Beide gehen beim SVIK leer aus, daher hat das DVF ein klares Signal des Bundes für eine substanzielle Anhebung des Hafenlastenausgleichs gefordert. Auch der Etat der Wasserstraßen muss deutlich angehoben werden, um die Leistungsfähigkeit der Wasserstraßeninfrastruktur abzusichern und auszubauen.

Da versprochene Strukturreformen bisher nicht angegangen wurden, hat das DVF-Präsidium gegen Ende des Jahres mit dem Strategiepapier Infrastruktur-Pakt einen öffentlichen Appell gestartet: Der Bund muss seine Finanzierungsstrukturen reformieren, die Planungs- und Genehmigungsprozesse beschleunigen und Investitionen erhöhen, um Deutschland aus der Negativspirale von Verfall der Verkehrswege und Wirtschaftsabschwung zu führen. Bei den DVF-Netzwerktagen wurde dieses Thema mit hochkarätigen Gästen aus Politik und Wirtschaft intensiv diskutiert.

Passend zum Strategiepapier hat die DVF-Stellungnahme im Dezember den vorgelegten Referentenentwurf zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz begrüßt, aber weitergehende Maßnahmen zur Beschleunigung von Infrastrukturprojekten gefordert, etwa die im Koalitionsvertrag vorgesehene Stichtagsregelung, eine praxisnahe Vereinfachung von Kompensationsregelungen und Anpassungen des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes. Auch bei den Anhörungen zur Reform des Vergaberechts auf nationaler und EU-Ebene hat sich das DVF mit Verbesserungsvorschlägen eingebracht.

Auf europäischer Ebene setzte sich das DVF im Rahmen der Beratungen zur mehrjährigen Finanzplanung für den Erhalt und die Stärkung der Connecting Europe Facility (CEF) als zentrales Finanzierungsinstrument für den Ausbau der Transeuropäischen Netze ein. Es begrüßte den entsprechenden Vorschlag der Kommission, warnte vor Kürzungen und forderte höhere Mittel sowie eine konsequentere Nutzung der Fördermöglichkeiten durch die Bundesregierung.

Das politische Engagement für die Schiene zahlte sich 2025 für das DVF aus: Seit Gründung der Parlamentsgruppe Schiene im Deutschen Bundestag im Jahr 1988 führt das DVF die Geschäfte und wurde auch für die aktuelle Legislaturperiode damit beauftragt. DVF-Geschäftsführerin Dr. Heike van Hoorn wurde vom Vorstand der Parlamentsgruppe zur Geschäftsführerin der PG Schiene bestimmt.

Standortpolitik und Logistik

Deutschland hat 2025 im dritten Jahr in Folge ein negatives Wirtschaftswachstum verzeichnen müssen. Dennoch war die internationale Messe transport logistic in München geprägt durch Aufbruchstimmung und volle Hallen. Diesen Rückenwind konnte man deutlich bei den DVF-Foren wahrnehmen. Die Themen „Wie der KV zum Wachstumsmotor avanciert“ und „Smart Logistics als Booster für die Wertschöpfung stießen auf hohes Interesse und griffen aktuelle Entwicklungen auf: Laut Bundesverkehrsministerium wird sich der KV bis 2040 nahezu verdoppeln. Durch innovative Umschlagstechnologien könne der KV eine wichtige Lösung für das steigende Verkehrsaufkommen sein, so der einhellige Tenor beim ausgebuchten DVF-Forum. Der Bund müsse sich allerdings mehr für KV-Technologien und die Wasserstraßen engagieren, während die Unternehmen die Digitalisierung ihrer Prozesse konsequent weiterführen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Rolle von KI, Automatisierung, Drohnen und Datenplattformen sowie digitale Zwillinge von Lieferketten prägten zudem die Fachdiskussion.

Mit Blick auf globale Warenströme hat der „Zolldeal“ zwischen der US-Regierung und der EU zu weitreichenden Konsequenzen geführt. Demnach werden derzeit 15 Prozent Zoll für die überwiegende Mehrheit der EU-Exporte in die USA erhoben. Mit 15 Prozent liegen die Zölle deutlich über den ursprünglichen 2,5 Prozent für Automobilexporte in die USA. Langfristig muss das Ziel sein, hier wieder zu einem geringeren Zollsatz zu kommen. Auch für die Luftfahrtindustrie war die Einigung von großer Bedeutung.

Das DVF hat die Vorbereitungen einer Europäischen Hafenstrategie durch die EU-Kommission begrüßt. Zu Wettbewerbsfähigkeit, Transformation und Sicherheit kann die EU mit einer übergreifenden Strategie und durch gezielte Unterstützung einen wichtigen Beitrag leisten. Der Bereich der Hafenregulierung muss aus DVF-Sicht noch überarbeitet werden.

An den Luftverkehr hat die Bundesregierung mit der Senkung der Luftverkehrsteuer, geringeren Luftsicherheitsgebühren und der Übernahme der Basiskosten der Flugsicherung ein positives Signal gesendet. Konnektivität und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Airlines und Flughäfen wurden in den vergangenen Jahren aufgrund der sich verschlechternden Rahmenbedingungen zusehends schlechter. Weitere Entlastungen und Effizienzverbesserungen müssen folgen. Dies thematisierte das DVF mit hochkarätigen Gästen aus Politik und Wirtschaft bei seiner Jahresauftaktveranstaltung am 14. Januar 2026. Insbesondere wurde deutlich, dass die Technologieführerschaft im Luftverkehr erhalten werden müsse.

Im Schienenbereich drohten 2025 die Trassenpreise vor allem für den Schienengüterverkehr abermals aus dem Ruder zu laufen. Ein Gesetz zur Abmilderung des Trassenentgeltanstiegs konnte dies erstmal abwenden. Das DVF hat gegenüber dem Bundesverkehrsministerium dennoch gefordert, das deutsche Trassenpreissystem, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, zu reformieren. Eine Reform der Trassenpreissystematik muss die starke Steigerung der Trassenpreise für die EVU langfristig dämpfen, um die Schiene als Verkehrsträger wettbewerbsfähig zu halten. Dies ist insbesondere für die verladende Industrie und deren Wettbewerbsfähigkeit bedeutsam, die auf die Schiene angewiesen sind.

Das Thema Verteidigungsfähigkeit hat seit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine für den Verkehrsbereich eine zunehmend wichtige Rolle eingenommen. Das spiegelt sich nicht zuletzt im Bundeshaushalt wider, in dem Mittel für Dual-Use-Verkehrsinfrastruktur auch in  den Verteidigungshaushalt eingestellt wurden. Bei der DVF-Präsidiumssitzung im Herbst begrüßte das Präsidium den Stellvertreter des Befehlshabers des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr und Kommandeur Territoriale Aufgaben Generalleutnant André Bodemann als Vortragenden, um sich über die neuen sicherheitspolitischen Anforderungen und den Beitrag des Verkehrssektors auszutauschen. DVF-Präsidiumsvorsitzender Dr. Pierre Dominique Prümm forderte eine engere Zusammenarbeit zwischen Mobilitäts- und Verteidigungssektor: „Für die praktische Verteidigungsbereitschaft ist eine enge Koordination zwischen zivilen und militärischen Bereichen nötig. Hierfür ist Anfang des Jahres der Nationale Sicherheitsrat geschaffen worden. In diesem Gremium sollte der Verkehrssektor über das Bundesverkehrsministerium einen festen Platz haben.“

Klimaschutz und Energie

Die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und ambitionierte Klimaziele dürfen nicht gegeneinanderstehen. An der deutschen Automobilindustrie hat sich 2025 jedoch gezeigt, dass Mut zum Nachjustieren erforderlich ist. Massive Gewinneinbrüche, Werksschließungen und Entlassungen auch bei Zulieferbetrieben hatten eine der wichtigsten wirtschaftlichen Säulen der deutschen Industrie ins Mark getroffen. Dafür sind zwar mehrere Ursachen verantwortlich, doch die unzureichenden Rahmenbedingungen für die Transformation spielen eine wesentliche Rolle. Das Bundesverkehrsministerium hat mit dem Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 eine Strategie für den Ausbau eines flächendeckenden, bedarfsgerechten und nutzerfreundlichen Ladenetzes in Deutschland vorgelegt. Aus Sicht des DVF müssen die Rahmenbedingungen bei Förderrichtlinien und Ausschreibungen entsprechend angepasst werden, damit die gewünschte Fokussierung und Beschleunigung erreicht werden. Im Bundeshaushalt ist für die notwendige langfristige und überjährige Finanzierungssicherheit zu sorgen. Förderprogramme müssen unbürokratisch und praxisnah ausgestaltet sein, etwa durch die Möglichkeit eines vorzeitigen Vorhabenbeginns, eine Mindestlaufzeit des Vorhabens von 24 Monaten sowie die Einreichung des Verwendungsnachweises erst sechs Monate nach Projektabschluss.

Auch die EU-Kommission hat für den Automobilbereich Anpassungen geplant: Mit dem Automotive Package will sie den europäischen Autoherstellern nach 2035 die Produktion von Verbrennerfahrzeugen weiterhin erlauben. Das CO2-Ziel bleibt, aber das Flottenziel wird auf 90 Prozent reduziert – Emissionen nicht-elektrischer Fahrzeuge sollen durch E-Fuels oder grünen Stahl kompensiert werden. Zudem ermöglichen „Supercredits“ eine höhere Anrechnung von in der EU produzierten kleinen E-Pkw. Das DVF hat den Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Zukunft der europäischen Automobilindustrie (Automotive Action Plan) bewertet und betont, dass die EU und die Mitgliedstaaten Bürokratie abbauen, den Aufbau der Ladeinfrastruktur und Wasserstofftankstellen beschleunigen und Investitionsanreize für sauberen Kraftstoff erhöhen müssen.

Saubere und nachhaltige Kraftstoffe sind ein elementarer Baustein der Transformation des Verkehrssektors. Die EU-Kommission stellt in ihrem Sustainable Transport Investment Plan (STIP) zutreffend fest, dass die Hürden für Produzenten und Abnehmer von nachhaltigen Kraftstoffen zu hoch sind. Aufgrund der Investitionsrisiken, der teilweise restriktiven, unklaren oder langfristig unsicheren Rahmenbedingungen ist der Aufbau einer großformatigen Produktion bisher unterblieben. Verbesserte Unterstützungsmaßnahmen der EU und der Mitgliedstaaten sind somit dringend erforderlich. Das DVF hat den STIP begrüßt und in seiner Stellungnahme dazu wirksame Impulse für den Hochlauf neuer nachhaltiger Kraftstoffe gefordert, die dazu beitragen, die Kostenlücke gegenüber konventionellen fossilen Kraftstoffen zu schließen.

Verhandlungen der Bundesregierung über die Ausgestaltung des Zweiten Gesetzes zur Weiterentwicklung der THG-Minderungsquote waren zudem der Anlass für eine gemeinsame Position mehrerer Verbände aus der Energie,- Verbraucher- und Verkehrsbranche. Hintergrund: Die geplante nationale Unterquote für strombasierte Kraftstoffe ist zu niedrig angesetzt. Diese Quote ist maßgeblich, um den Markthochlauf von strombasierten synthetischen Kraftstoffen wie Wasserstoff, E-Fuels, E-Methanol, E-Methan/E-LNG etc. anzureizen. In der Position wird daher gefordert, die nationale RED-Umsetzung auch im Zusammenhang mit anderen Regulierungen zu sehen, die als Rahmenbedingungen notwendig sind, um Investitionen in RFNBO (Renewable Fuels of Non-Biological Origin) anzureizen und somit den Markthochlauf zu ermöglichen.

Mit der Änderung des Kohlendioxidspeicherungsgesetzes will die Bundesregierung CCS ermöglichen. Das DVF hat diesen Schritt begrüßt und Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Die Relevanz von Schiene und Wasserstraße beim CO2-Transport wird bislang in den politischen Strategien zu wenig berücksichtigt. Ein Förderbedarf oder eine regulatorische Unterstützung für die Verkehrsträger werden kaum thematisiert. Schiene und Schiff sind nicht nur in der Startphase von CCS, sondern auch langfristig für die Anbindung dezentraler CO2-Quellen erforderlich. Daher müssen umgehend die notwendigen Voraussetzungen für den Schienen- und Wassertransport getroffen werden.

Digitalisierung
und Security

"Die Mobilität ist untrennbar mit der Digitalisierung verbunden“, so die Botschaft von Petra Finke, Chief Digitalization Officer (CDO), Mitglied des Vorstands DEKRA SE und DVF-Präsidiumsmitglied, auf dem Parlamentarischen Abend des DVF zum Thema Digitalpolitik für den Mobilitätssektor. „Um das Potenzial der künstlichen Intelligenz und der digitalen Transformation voll auszuschöpfen, müssen wir selbstbewusst, kooperativ und schnell sein.“

Letzteres ist beim autonomen Fahren nicht gelungen: Mit seinem Gesetz zum autonomen Fahren als Vorreiter gestartet, läuft das autonome Fahren in der Praxis in Deutschland nur langsam an und kommt über einige Pilotprojekte in festgelegten Betriebszonen bisher nicht hinaus. Um aufzuschließen und einen Roll-out autonomer Fahrzeuge zu ermöglichen, sprach sich das DVF für eine Evaluierung und Flexibilisierung des regulatorischen Rahmens hinsichtlich seiner Vereinbarkeit mit technischen Entwicklungen und der Fortschreibung europäischer und internationaler Vorschriften aus.

Eine stärkere Fokussierung auf Chancen und mehr Spielräume für technologische Innovationen und neue Geschäftsmodelle forderte das DVF auch mit Blick auf KI-Anwendungen, die ein weiterer Themenschwerpunkt der Veranstaltung waren. Die EU hat mit dem weltweit ersten Gesetz zur künstlichen Intelligenz (AI Act) einen Rechtsrahmen geschaffen, der in Deutschland größtenteils noch nicht umgesetzt ist. Vielmehr hat die Bundesregierung in Brüssel eine Verschiebung der kommenden Umsetzungsfristen unterstützt, um eine Überarbeitung der KI-Regeln zu ermöglichen. Unter anderem sollen Begrifflichkeiten konsistenter definiert und KMU aus dem Geltungsbereich ausgenommen werden. Aus Sicht des DVF sollten die Kriterien „einheitlich und handhabbar“ Benchmark für die Umsetzung der KI-Verordnung sein, um das riesige Potenzial, das hier auch für Anwendungen im Mobilitätsektor schlummert, nicht an unnötiger Bürokratie und föderalen Strukturen verpuffen zu lassen.

Der Verweis auf die Handhabbarkeit war ebenfalls ein roter Faden durch eine Vielzahl von Stellungnahmen, mit denen das DVF das Umsetzungsgesetz zur NIS-2-Richtlinie begleitet hat, das am 06. Dezember 2025 in Kraft getreten ist. Kritisch wurde u. a. die Entkoppelung vom KRITIS-Dachgesetz kommentiert. Das KRITIS-Dachgesetz zur Umsetzung der Resilienz-Richtlinie war bislang mit der NIS2-Umsetzung verwoben: So sollten die Gesetze aufeinander abgestimmt werden, etwa um Vorgaben zur Erbringung von Meldepflichten und Nachweisverfahren zu synchronisieren und den Aufwand der betroffenen Unternehmen so gering wie möglich zu halten.

In Rahmen der Verbändeanhörung zur Umsetzung des KRITIS-Dachgesetzes bemängelte das DVF in seiner Stellungnahme zudem auch den Aufwand für die Nachweisverpflichtungen, die Gefahr von Doppelverpflichtungen mit bestehenden Regelungen zur Klimaanpassung durch inhaltliche Überschneidungen und knappe Umsetzungsverpflichtungen, die trotz Verzögerungen im Gesetzgebungsprozess nicht angepasst wurden. Auch hier wies das DVF auf die fehlende Harmonisierung mit dem Umsetzungsgesetz zur NIS-2-Richtlinie hin.

Hinsichtlich der Haushaltsmittel für Digitalisierung bleibt festzuhalten, dass für die Digitale Infrastruktur die Gesamtausgaben um 1,36 Milliarden Euro auf 3,3 Milliarden Euro gestiegen sind, der Großteil ist für den Breitbandausbau eingeplant. Die Fördermittel für digitale Testfelder im Bereich Wasserstraßen und Häfen sind im Vergleich zu 2024 unverändert. Wie in den Vorjahren fehlten jedoch ausreichende Mittel für die Fahrzeugumrüstung im Zuge der Digitalen Schiene Deutschland oder für die Digitalisierung im Straßenverkehr. Auch beim Building Information Modeling sank das Budget gegenüber 2024 von 10 auf 6 Millionen Euro. Als erfreulich bewertete das DVF den Mittelanstieg im Sondervermögen zum Aufbau der digitalen Identitäten beim Staat, der Wirtschaft und den Bürgern, da dies bei richtiger Implementierung zum Bürokratieabbau beitragen kann.

Im Jahr 2025 hat das DVF erstmalig ein Format „Sprechertreff“ für die Kolleginnen und Kollegen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aus den Mitgliedsunternehmen zum „Tag der Mobilitätswirtschaft“ veranstaltet. Der Sprechertreff soll sowohl als Vernetzungsplattform dienen als auch aktuelle Inhalte zur Pressearbeit vermitteln. Bei der Auftaktveranstaltung konnten sich die Teilnehmer zum Thema „Kommunikation im digitalen Zeitalter: KI als Partner oder Konkurrent?“ informieren. Die BLG Logistics Group stellte ihre maßgeschneiderte KI und deren Einsatz in der Kommunikationsarbeit vor. Im Anschluss fand ein Austausch mit der DVZ-Hauptstadtkorrespondentin Susanne Landwehr statt.

 

Chronik

Von März 2025 bis einschließlich Februar 2026 hat das DVF diverse Veranstaltungen in Form von Parlamentarischen Abenden, Fachforen, Symposien, Diskussionsrunden und Lenkungskreisen organisiert und durchgeführt.

2025 in Bildern

Die Bildergalerie zeigt Impressionen der DVF-Veranstaltungen aus dem Berichtszeitraum von März 2025 bis einschließlich Februar 2026. Verwendungsnachweis mit dem Bildnachweis »Deutsches Verkehrsforum / photothek«

Positionspapiere
und Gremien

Überblick zu Positionspapieren, Stellungnahmen und Mitwirkung an externen / offiziellen Gremien im Zeitraum März 2025 bis Februar 2026.