DVF: Luftverkehr konsequent in globales Klimaschutzinstrument überführen
Zum Bericht im EP-Verkehrsausschuss
20.06.2017
Berlin, 20. Juni 2017 – Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) begrüßt den Bericht des Verkehrsausschusses des Europäischen Parlamentes zur vorläufigen Fortsetzung des sogenannten „Stop-the-clock“ für den Emissionshandel im Luftverkehr.
„Der Verkehrsausschuss betont zu Recht, dass ein Konflikt zwischen EU-Emissionshandel und CORSIA vermieden werden muss. CORSIA ist für den Luftverkehr das Instrument der Zukunft. Neue Wettbewerbsverzerrungen und eine administrative Doppelbelastung durch parallele Instrumente in der EU müssen verhindert werden. Sehr wichtig ist auch, dass die Umsetzung des Single European Sky weiter vorangetrieben und neue Technologien für Effizienz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Luftverkehr gefördert werden“, so der stellvertretende DVF-Geschäftsführer Dr. Florian Eck.
Das „Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation“ (CORSIA) wurde 2016 von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO beschlossen. CORSIA beginnt schrittweise ab 2021. Bereits von Beginn an beteiligen sich so viele und wichtige ICAO-Mitgliedstaaten, dass 84 Prozent aller Emissionen aus dem internationalen Luftverkehr von CORSIA erfasst sein werden.
Eck: „Die Regelung sollte in dieser Form vom Europäischen Parlament und Rat zügig beschlossen werden. Wir gehen außerdem fest davon aus, dass die EU die Anwendung des ETS Emissionshandelssystems im Luftverkehr vollständig beendet, wenn CORSIA 2021 startet.“ Die Federführung zu dem Dossier liegt beim Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes. Dessen Votum wird im Juli dieses Jahres erwartet.