Magnor: Starker Standort durch starke Häfen und Schifffahrt

DVF zur Nationalen Maritimen Konferenz 2026

Berlin, 29.04.2026

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Magnor: Starker Standort durch starke Häfen und Schifffahrt

Berlin, 29. April 2026 – Anlässlich der Nationalen Maritimen Konferenz in Emden fordert das Deutsche Verkehrsforum entschlossene Schritte des Bundes zur Unterstützung der Häfen und Schifffahrt sowie zur Stärkung der deutschen Wirtschaft. Matthias Magnor, Vorstandsvorsitzender von BLG LOGISTICS und stellvertretender Vorsitzender des DVF-Präsidiums: „Die Bundesregierung sucht dringend Impulse für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Hier in den Häfen und im maritimen Sektor liegen sie! Dafür erwarten wir von dieser Konferenz ein klares Signal.“

Magnor wies auf die Schlüsselstellung der Häfen bei der klimapolitischen Transformation und der militärischen Verteidigungsfähigkeit Deutschlands hin. Er betonte außerdem die elementare Bedeutung der Schifffahrt für die Handelsbeziehungen und die Energieversorgung: „Die Bundesregierung und die EU müssen weiter für offene Märkte und eine regelbasierte Ordnung eintreten. Zur Offenheit gehören aber auch eigene Stärke und Wettbewerbsfähigkeit. Dafür brauchen wir eine exzellente Infrastruktur und weniger Bürokratie. Der Bund muss bei der Finanzierung der Häfen nachlegen. Nicht irgendwann. Nicht mit symbolischen Beträgen. Sondern jetzt und mit einer Finanzierung, die dem strategischen Stellenwert unserer Häfen gerecht wird.“

Zentrale Forderungen des DVF im Bereich Häfen/Schifffahrt:

  • Hafeninfrastrukturen mit Unterstützung des Bundes sanieren und modernisieren – für Energiesicherheit, Transformation, Verteidigungsfähigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes.
  • Die Finanzierung von Hafeninfrastruktur auf eine neue und tragfähige Grundlage stellen – für die See- wie auch die Binnenhäfen.
  • Maritime Infrastrukturen, Häfen und Schifffahrt gegen Eingriffe von außen schützen – unter anderem durch effektive Drohnenabwehr.
  • Leistungssteigerung der seewärtigen Zufahrten, der Wasserstraßen, der Schienen- und Straßenanbindungen der Häfen – Absicherung der Budgets für die Verkehrsinfrastruktur – Hochlauf der Sanierungsraten.
  • Beschleunigung wichtiger Infrastrukturprojekte – alle Wasserstraßenprojekte im vordringlichen Bedarf und die Häfen müssen in das überragende öffentliche Interesse gestellt werden (Infrastruktur-Zukunftsgesetz).
  • Die seit langem überfällige Reform der Einfuhrumsatzsteuer endlich in Angriff nehmen – Verrechnungsmodell einführen.
  • Schifffahrt bei der Transformation unterstützen – Versorgung mit nachhaltigen Kraftstoffen gewährleisten – Einnahmen aus dem EU-Emissionshandel in den Sektor zurückführen.
  • Die Anwendung des Beihilferechts auf die maritime Wirtschaft modernisieren.