Mobilität für Deutschland - Pressespiegel

Transport - Die Zeitung für den Güterverkehr

Infrastruktur: DVF fordert höhere Priorität für Häfen und Wasserstraßen

02.12.2025

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Beim DVF-Lenkungskreis in Duisburg fordern Vertreter aus Politik und Wirtschaft mehr Investitionen in Hafenanlagen und Binnenwasserstraßen.

Beim Treffen des Lenkungskreises Häfen/Schifffahrt des Deutschen Verkehrsforums (DVF) am 26. November 2025 in Duisburg stand die unzureichende Berücksichtigung von Häfen und Wasserstraßen in der Bundespolitik im Mittelpunkt. Nach übereinstimmender Einschätzung der Teilnehmenden seien umfangreiche Investitionen notwendig, um den Anforderungen an eine leistungsfähige Infrastruktur in Zeiten von Transformation, Energieversorgung und Verteidigungsfähigkeit gerecht zu werden.

Matthias Magnor, Mitglied des DVF-Präsidiums und Vorstandsvorsitzender der BLG Logistics Group, betonte laut Veranstaltungsprotokoll: „Die Häfen haben eine Schlüsselfunktion für Deutschland.“  (...)

Nordrhein-Westfalen setzt auf den Rhein

Viktor Haase, Staatssekretär für Umwelt, Naturschutz und Verkehr in Nordrhein-Westfalen, hob die Bedeutung der Wasserstraße für die Industrie hervor. Er verwies auf die Initiative „Nachhaltige Rheinschifffahrt 2030“, die das Land gemeinsam mit über 100 Partnern aus sechs Staaten vorantreibt. Ziel sei es, den Logistikkorridor Rhein auszubauen, einen umweltfreundlichen Binnenschifffahrtskorridor zu etablieren und die Häfen zu eigenständigen Entwicklungsstrategien zu motivieren. So solle sichtbar werden, welche Rolle die Häfen bei der Versorgung mit erneuerbaren Energien und im Bereich der Kreislaufwirtschaft spielen. (...)

Binnenschifffahrt arbeitet an Dekarbonisierungspfad

Steffen Bauer, Geschäftsführer der Häfen und Güterverkehr Köln AG sowie der HGK Shipping GmbH, stellte einen mehrstufigen Pfad zur Dekarbonisierung der Binnenschifffahrt vor. Kurzfristig sollen HVO-Kraftstoffe und diesel-elektrische Antriebe zum Einsatz kommen. In der mittleren Frist werde auf alternative Energieträger wie Methanol und Ammoniak gesetzt. Langfristig sei die vollständige Umstellung auf Wasserstoff-Brennstoffzellen das Ziel. Bauer betonte, dass technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit zusammen gedacht werden müssten.

EU-Kommission bringt Strategie für militärische Mobilität ein

Seitens der Europäischen Kommission nahm Simone Ritzek-Seidl digital an der Sitzung teil. Sie ist Mitglied des Kabinetts von EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas, der für nachhaltigen Verkehr und Tourismus zuständig ist.  (...)