Mobilität für Deutschland - Pressespiegel

LOK Report

DVF: Müssen nachdenken, wie es nach dem Sondervermögen weitergeht

14.04.2026

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DVF-Präsidiumsvorsitzender Dr. Pierre Dominique Prümm, Chief Technical Officer, Mitglied des Vorstands Fraport AG, hat beim Tag der Mobilitätswirtschaft des Deutschen Verkehrsforums die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Erwartungshaltung der Branche an die politischen Entscheidungsträger adressiert. So sind laut Prümm die Krisen mehr als nur akute Ereignisse – sie markieren tiefgreifende strukturelle Veränderungen.

Deutschland und Europa müssten sich neu behaupten: „Es wird nicht mehr so werden, wie es einmal war. Wir müssen lernen, uns auf uns selbst zu verlassen und resilienter zu werden. Das Abwandern von Schlüsselindustrien muss dringend gestoppt werden. Die zwei zentralen Voraussetzungen dafür sind eine moderne Infrastruktur und die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Die Einrichtung des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaschutz (SVIK) mit 500 Milliarden Euro in 12 Jahren war richtig. Aber: Das SVIK kommt aktuell noch zu wenig tatsächlich in der Infrastruktur an. Und ohne langfristige, planungssichere Finanzierungsstrukturen für Straße, Schiene und Wasserstraße droht nach Ablauf des SVIK ein dramatischer Einbruch. Wir müssen heute schon darüber nachdenken, wie es nach dem Sondervermögen weiter geht. Zudem sind umfassende Kostenentlastungen nötig, also massive Reduzierung von Bürokratie und Regulierung, Senkung der Energie- und Stromkosten sowie eine realistische Vorgehensweise in der Klimapolitik.“

Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, betonte die Chancen, die das Infrastruktur-Zukunftsgesetz mit sich bringe: „Verkehrswege ermöglichen Wachstum und Wohlstand und sichern die Versorgung unseres Landes. Sie müssen zuverlässig und leistungsfähig sein. Dafür müssen wir die Infrastruktur noch schneller als bisher wieder fit machen: Mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz vereinfachen, straffen und beschleunigen wir künftig die Planungen von Verkehrsvorhaben. Verkehrs- und Mobilitätspolitik erfordert Teamarbeit. Deshalb bin ich dankbar, dass wir aus der Branche wertvolle Impulse bekommen.“ (...)