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Schiene: Praktiker und Parlamentarier wollen Fortschritte sehen

17.04.2026

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Taskforce, Korridorsanierungen, Infraplan und Trassenpreisreform waren Themen des Parlamentarischen Abends der Parlamentsgruppe Schienenverkehr. Die Diskussion darüber brachte Verantwortliche und Betroffene in Rage.

 

Sorgen wegen eines dysfunktionalen Schienennetzes in Deutschland vereinen Verkehrspolitik, Infrastrukturnutzer, Gewerkschaften, das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn. Das zeigte sich am Mittwoch bei einem Parlamentarischen Abend der Parlamentsgruppe Schienenverkehr. Vertreter der Güter- und Personennahverkehrsunternehmen drängten auf baldige Planungssicherheit bei Trassenpreisen. Ausgerichtet wird der Abend traditionell vom Deutschen Verkehrsforum.

Qualitäts- und Kapazitätsprobleme des Netzes bedrohen die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, glaubt Tarek Al-Wazir, Vorsitzender des Verkehrsausschusses sowie der Parlamentsgruppe Schienenverkehr im Deutschen Bundestag. Das Problem sei erkannt; für die Ertüchtigung und Erneuerung des Hochleistungsnetzes stehe inzwischen ausreichend Geld zur Verfügung. Er warnt aber: Überlastung verschwindet nicht durch Sanierung. „Es muss eine langfristige und verlässliche Finanzierung geben.“

Bahnchefin Palla nennt Ursachen der Bahnkrise

Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla pflichtet ihm bei. Ein Wachstum um 40 Prozent auf der Schiene seit 2005, verbunden mit zu geringen Investitionen, habe in die Krise geführt. Im laufenden Jahr stünden 26 Milliarden Euro zur Verfügung – „das muss der neue Maßstab werden“, betont die DB-Chefin. Sie räumt ein, dass mit Geld allein die Krise nicht zu lösen sei: „Wir brauchen Veränderung.“ Einen Anfang sieht sie in der Neuausrichtung des Konzerns: mehr Verantwortung vor Ort, eine verkleinerte Führungsetage, die Taskforce, die sich der Engpässe in den Knoten und der Bedürfnisse der Kunden annimmt. An Ministerium und Parlamentarier richtet sie den Appell: „Der Infraplan – für InfraGo zentral – muss noch in diesem Jahr kommen!“ (...)