Infrastrukturkosten Die Anspannung im Saal stieg merklich an, als bei der Parlamentsgruppe Schienenverkehr auf dem Podium am 15.04.2026 in Berlin die Trassenpreisreform Thema wurde. Den Bahnen brennt die Frage, wie viel sie für den wichtigen Kostenfaktor Trassen künftig bezahlen müssen, auf den Nägeln. Christian Kleinenhammann, COO von Transdev, wies darauf hin, dass am 24.08.2026 die Frist für kostenfreie Stornierungen von Trassen für das nächste Fahrplanjahr ablaufe. CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Donth warnte vor einer Situation wie Ende 2025, als die Trassenpreise erst Stunden vor Fahrplanwechsel final feststanden. Aber auch ein tiefergehender Systemwechsel ist Thema: Verbände fordern seit Monaten ein Grenzkostenprinzip, auch Donth sagte, das sei „wert, es zu diskutieren“. Der scheidende Hupac-CEO Michail Stahlhut sagte, es brauche wenigstens „fünf Jahre (Preis-, d. Red.) Stabilität ... mit ,normalen‘ Preisanpassungen“. (...)
Korridore: Palla offen für andere Sperrkonzepte
Korridorsanierungen Nachdem sich bei der 2028 geplanten Korridorsanierung München – Rosenheim bereits mögliche Abweichungen bei der ursprünglich geplanten monatelangen Totalsperrung abzeichnen (Rail Business 13/26), hat DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla die Möglichkeit der Einzelfallbetrachtung bei den Korridoren grundsätzlich betont. Wenn die DB die Sanierungen „alternativlos“ nenne, meine sie „dass wir, nur wenn wir gebündelt bauen, die Mengen ins Gleis kriegen, die wir pro Jahr“ zum Aufhalten der Zustandsverschlechterung der Infrastruktur brauchen, sagte sie beim Parlamentarischen Abend der Parlamentsgruppe Schiene beim Deutschen Verkehrsforum (DVF) am 15.04.2026. Natürlich müsse man aber „ein ordentliches Konzept“ machen, „damit die Verkehrsträger während der Totalsperrungen ... ein Auskommen haben“, so Palla. (...)