RailBusiness Spezial
Fahrpläne, zentrale Steuerung: Verlässlichkeit ist eine Kernkompetenz des Schienenverkehrs – und trotzdem aktuell nicht gegeben.
27.05.2026
Rail Business fragt: Welche Bedeutung hat Verlässlichkeit im Güterverkehr – und wie lässt sie sich speziell im Schienengüterverkehr stärken?
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Florian Eck
Sprecher der Geschäftsführung des Deutschen Verkehrsforums e.V. (DVF)
„Schiene kann Logistik. Und Logistik kann Schiene. Verlässlichkeit ist dabei ein wesentlicher Entscheidungsfaktor. Vom System her ist der Schienengüterverkehr auf eine hohe Berechenbarkeit ausgelegt: Verkehre werden zentral gesteuert, Echtzeitinformationen und Fahrpläne sind vorhanden. Durch den hohen Sanierungsstau und den fehlenden Ausbau steht diese Kernkompetenz der Schiene auf dem Spiel. Die Baustellen führen zu Überlastungen, Umwegen und Mehrkosten – sind aber alternativlos. Kurzfristig muss daher gegengesteuert werden mit frühzeitigen und dauerhaft aktuellen Informationen, enger Einbindung der Schienenlogistiker in die Baustellenfahrpläne und Senkung der Trassenpreise.
Mittelfristig muss die Politik die Themen Resilienz und Redundanz ernst nehmen und mehr investieren: in Ausweichstrecken, Überholgleise und Weichen für den Spurwechsel sowie in die Digitalisierung zur Kapazitätssteuerung und Automatisierung. Und auch das Personal braucht die Perspektive, dass Deutschland auf die Schiene setzt.“
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