Nicht gegen die etablierten Verbände, sondern mit ihnen will sich eine neue Interessenvertretung für die Binnenschifffahrt und -häfen einsetzen. Am Montag haben vier Unternehmen dafür die „Allianz Wasserstraße“ gegründet.
Die Wasserstraße hat eine neue Interessenvertretung. Am Montag gründeten der Duisburger Hafen, die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK), Rhenus Logistics und Viking Cruises einen neuen Verband, der unter dem Namen „Allianz Wasserstraße“ firmiert. Ziel der vier Unternehmen ist es, die verkehrspolitische Relevanz der Wasserstraße in Politik und Öffentlichkeit zu stärken, wie sie am Montag mitteilten.
„Unerlässlich dafür ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine leistungsfähige und verlässliche Infrastruktur“, schreiben sie in ihrer Pressemitteilung nach der Verbandsgründung. Ebenso im Fokus stünden IT-Themen, um mittels Digitalisierung Transportketten zu optimieren und dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Zusätzlich arbeite die Allianz daran, klimafreundliche Transporte stärker zu etablieren und Verkehrsströme wirksamer zu gestalten, heißt es weiter. (...)
Die Verbandsgründer betonen, dass sie sich nicht als Gegenmodell, sondern als Ergänzung bestehender Verbandsstrukturen verstehen. Für die Binnenschifffahrt und -häfen lobbyieren seit Jahren der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) sowie der Bundesverband öffentlicher Binnenhäfen (BÖB). Gemeinsam mit weiteren 20 Organisationen, unter anderem dem Industrieverband BDI, dem Deutschen Verkehrsforum und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), haben sie die übergreifende Interessenvertretung „Allianz System Wasserstraße“ gegründet. Deren Ziel ist es unter anderem, sich für einen besseren Zustand der Wasserstraßen einzusetzen.