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Bundeshaushalt 2027: Kritik an Kürzungen im Schienenverkehr

09.07.2026

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Der Haushaltsentwurf 2027 stößt in der Verkehrsbranche auf Kritik. VDV, Güterbahnen, DSLV und VPI beanstanden Kürzungen und fehlende Planungssicherheit im Schienenverkehr. Das DVF mahnt zudem, dass Sanierung allein nicht ausreicht und Ausbau, Modernisierung sowie Digitalisierung der Infrastruktur Teil der Strategie bleiben müssen.

Der Bundeshaushalt 2027 stößt in der Verkehrs- und Logistikbranche auf deutliche Kritik. Mehrere Verbände bewerten den Regierungsentwurf als problematisch für den Schienenverkehr und die Infrastrukturentwicklung. Im Mittelpunkt stehen gekürzte Fördermittel, fehlende Investitionssignale und offene Finanzierungsfragen. (...)

DVF fordert Sanierung, Ausbau und Modernisierung

Das Deutsche Verkehrsforum weitet die Kritik auf die Infrastrukturpolitik insgesamt aus. DVF-Präsidiumsvorsitzender Dr. Pierre Dominique Prümm betont, dass Sanierung zwar notwendig sei, aber allein nicht ausreiche. „Sanieren ist wichtig – aber nicht genug“, so Prümm.

Neben der Sanierung fordert das DVF auch Neu- und Ausbau sowie Modernisierung. Prümm verweist auf Lückenschlüsse im Autobahnnetz, den Ausbau stark überlasteter Knoten, die Weiterentwicklung von Bahn, Wasserstraße und Häfen sowie auf die Rolle digitaler Infrastruktur und automatisierter Prozesse. Nach seiner Einschätzung muss die vorhandene Infrastruktur besser genutzt und digitale Technik frühzeitig in Projekten mitgedacht werden.

Die gemeinsame Forderung der Verbände lautet damit Nachbesserung im parlamentarischen Verfahren. Aus ihrer Sicht braucht der Bundeshaushalt 2027 mehr Verlässlichkeit bei der Finanzierung, stärkere Investitionssignale für die Schiene und eine Infrastrukturstrategie, die über reine Sanierung hinausgeht.