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3 Nachhaltige Mobilität vorantreiben, Transformation erfolgreich gestalten

SCHLAGLICHTER

  • Das Ziel der Bundesregierung von 15 Millionen Elektroautos im Pkw-Bestand bis. zum Jahr 2030 ist unter den gegebenen Bedingungen nicht erreichbar. Neueste Prognosen zum Hochlauf der Elektromobilität variieren zwischen sieben Millionen und knapp elf Millionen zugelassenen batterieelektrischen Fahrzeugen bis 2030. Das Umweltbundesamt (UBA) rechnet mit 10,7 Millionen E-Autos zum Ende des Jahrzehnts.
  • Der Hochlauf der Versorgung mit Wasserstoff und Derivaten in Europa kommt bis jetzt nicht in Gang. Die Bedingungen sind zu bürokratisch. Zur Bereitstellung von PtL-Kerosin mit einem Volumen von 300 Millionen Euro in der ersten Ausschreibung von H2Global hat sich kein Anbieter bereitgefunden.
  • Das derzeitige Trassenpreissystem erschwert die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene: Die Entgelterhöhung 2025 gegenüber dem Vorjahr beträgt effektiv 17,7% im Schienenpersonenfernverkehr (SPFV), 16,2% im Schienengüterverkehr (SGV) und 0,6% im Schienenpersonennahverkehr (SPNV).

HANDLUNGSBEDARF

Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) bekräftigt die Zielsetzung, den Mobilitätssektor bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral aufzustellen. Das DVF hat allerdings bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die Chancen einer ambitionierten Klimapolitik in negative Entwicklungen umschlagen können, wenn andere wichtige Ziele in dem Transformationsprozess vernachlässigt werden: die Gewährleistung der gesellschaftlichen Akzeptanz, die Bezahlbarkeit von Mobilität und die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Die Transformation erfordert einen unbürokratischen, pragmatischen, technologieoffenen und verlässlichen Rahmen. In dieser Hinsicht muss beim Green Deal, aber gleichermaßen auch auf Ebene der Bundespolitik nachgesteuert werden.

Die Klimaziele im Verkehrssektor sind außerdem nur umsetzbar, wenn die notwendige Versorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien und mit alternativen Kraftstoffen gelingt. Deutschland muss seinen Energie- und Rohstoffbezug dringend diversifizieren und langfristig absichern. Elektromobilität, Wasserstoff und E-Fuels müssen als Kernprojekte mit höchster Intensität fortgeführt und umgesetzt werden. Ein klarer Fokus muss weiterhin auf der Leistungssteigerung der Schiene und des ÖPNV liegen. Für die Nachhaltigkeit des Güterverkehrs ist zudem die intensivere Nutzung der Wasserstraße unverzichtbar.

Förderung klimafreundlicher Mobilität konsequent und technologieoffen fortsetzen


Elektromobilität weiter mit höchster Kraft fördern.


Alle Technologieoptionen nutzen. 


Mobilität im KTF priorisieren und Mittel in den Sektor zurückführen.


Effektivität der Instrumente für die Transformation steigern und wettbewerbsgerecht umsetzen


Mehr Tempo für die Versorgungsinfrastruktur.


Verlässlichen Anreizrahmen gewährleisten.


Transformation Lkw unterstützen. 


Busse mit alternativen Antrieben wieder fördern. 


THG-Quote weiterentwickeln und Molekülwende auslösen.


Versorgung mit Wasserstoff und E-Fuels anschieben.


Quoten für nachhaltige Flug- und Schiffskraftstoffe wettbewerbsneutral umsetzen. 


Keine EU-Kerosinsteuer einführen. 


Bodenstrom und nachhaltiges Hafengerät fördern. 


Energie und Rohstoffe sichern; Voraussetzungen für Carbon Management schaffen


Quellen diversifizieren. 


Rohstoffe sichern. 


CO2-Transport mit Schiene und Wasserstraße unterstützen. 


Nachhaltigkeit aller Verkehrsträger ausbauen


Maßnahmen des Masterplan Schienenverkehr und der Beschleunigungskommission Schiene umsetzen. 


Elektrifizierung der Schienenstrecken ausweiten, Hybrid-Lösungen unterstützen. 


Straßenverkehr nachhaltig gestalten. 


Potenziale von Schiene, ÖPNV und Radverkehr vernetzen. 


Steuerliche Rahmenbedingungen für Mobilitätsbudgets setzen.


Intermodalität Luftverkehr/Schiene stärken. 


Mobilität in der Fläche integriert und innovativ gestalten.


Potenzial der Binnenschifffahrt nutzen. 


Häfen als Energie-Hubs ausbauen. 


Radverkehr stärken.


Effizienz im Straßengüterverkehr ausbauen.


Innenstadtlogistik stärken.


Einzelwagenverkehr, Anlagen und Logistikfähigkeit der Schiene stärken.


Lärmreduktion bei allen Verkehrsträgern fortsetzen.