Hamburg auf dem Weg zur digitalen und autonomen Mobilität
11.03.2026
„Hamburg verfolgt mit der Strategie für digitale Mobilität ambitionierte Ziele und positioniert sich in diesem Feld als Metropol-Modellregion“, sagte Dr. Tina Wagner, Amtsleiterin Verkehr, Behörde für Verkehr und Mobilitätswende, Freie und Hansestadt Hamburg, bei der gemeinsamen Sitzung der Lenkungskreise Digitale Vernetzung und Straßenverkehr. Die Strategie definiere Leitlinien und konkrete Maßnahmen zur Digitalisierung des Verkehrssektors. Ein zentraler Baustein sei die Entwicklung eines flächendeckenden On-Demand-Beförderungsangebots, das eng mit dem bestehenden Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verzahnt sein soll.
Eine wichtige Partnerschaft sei die Zusammenarbeit mit MOIA. „Unser Ziel ist es, ein bedarfsorientiertes Angebot mit unterschiedlichen Fahrzeuggrößen aufzubauen. Dieses soll als integraler Bestandteil des sogenannten Hamburg-Takts sicherstellen, dass jede Bürgerin und jeder Bürger schnell ein öffentliches Mobilitätsangebot erreicht. Damit sollen neue Nutzergruppen gewonnen und die Erreichbarkeit insbesondere in schwächer erschlossenen Gebieten deutlich verbessert werden“, so Wagner.
„Hamburg verfolgt mit der Strategie für digitale Mobilität ambitionierte Ziele und positioniert sich in diesem Feld als Metropol-Modellregion."
Dr. Tina Wagner
Aktuell teste das laufende ALIKE-Projekt zwei verschiedene Fahrzeugtypen im manuellen Betrieb. In der geplanten Skalierungsphase ab etwa 2030 werde das Potenzial für bis zu 500 autonome Fahrzeuge im Linien- bzw. Pooling-Verkehr gesehen. „Mittelfristig ist sogar ein Einsatz von bis zu 1.000 Fahrzeugen denkbar“, kündigte Wagner an. Durch den Übergang zum autonomen Betrieb sollen die Betriebskosten signifikant gesenkt werden. Eine Herausforderung sei die Fahrzeugverfügbarkeit.