Diskussionsforum "Sicher vernetzt unterwegs: Welche Cybersicherheit braucht die Mobilität?" (vor Ort und als Live-Stream)

Berlin, 02.11.2021

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Veranstalter: Deutsches Verkehrsforum (DVF)
Präsidiumsmitglied: Stefan Kölbl, Vorsitzender der Vorstände DEKRA e.V. und DEKRA SE
Vortragende: Andreas Beierer, Senior Manager Sales Cyber Security, Thales Group; Frank Ewald, Senior Vice President Corporate Security & Crisis Management, Deutsche Post DHL Group; Dr. Timo Hauschild, Fachbereichsleitung Cyber-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI); Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende, Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), AöR; Nikolaus von Peter, Innere Sicherheit / Digitalisierung, Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland; Moderation: Jana Kugoth, Tagesspiegel Background Verkehr & Smart Mobility

Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst auch die Angriffsfläche für Cyberattacken aus dem virtuellen Raum. Besonders während der anhaltenden Pandemie verzeichneten Unternehmen wie auch öffentliche Träger einen signifikanten Anstieg an Angriffen auf ihre Systeme. Auch der Mobilitätssektor steht vor der Herausforderung, seine Infrastruktur und das mobile Umfeld zu schützen. Besonders der Trend zu autonomem und vernetztem Fahren sowie die steigende Popularität von Mobilitätsplattformen schafft Schnittstellen und Datenbestände, die den Risiken durch Cyberattacken ausgesetzt sind.

Die Verkehrsunternehmen und Hersteller sind sich ihrer großen Verantwortung bewusst und haben in hohem Maße in die Absicherung ihrer Infrastruktur und der mobilen Systeme investiert. Mit Blick auf die Ausfallsicherheit kritischer Infrastrukturen wurde von politischer Seite ein Rechts- und Regulierungsrahmen gesetzt, mit der NIS-Richtlinie auf der europäischen Ebene sowie dem ITSicherheitsgesetz 2.0 und der KRITIS-Verordnung auf Bundesebene. Die europäischen und nationalen Vorgaben werden regelmäßig aktualisiert.

Welchen digitalen Schutzschild braucht die Verkehrsbranche? Wie schaffen wir eine Balance zwischen den Chancen digitaler Anwendungen und Risiken so, dass die Effizienzgewinne nicht durch Kosten für die Cybersicherheit aufgehoben werden? Wie werden Unternehmensgröße, Versorgungsfunktion und Gefährdungsgrad bei Rechtsrahmen und Lösungsansätzen berücksichtigt? Wie muss die Arbeitsteilung zwischen Politik, öffentlichen und privatwirtschaftlichen Institutionen und Mobilitätswirtschaft ausgestaltet sein, um Mobilität zielgerichtet gegen Hackerangriffe abzusichern? Wie wird der europäische Rahmen harmonisiert in nationale Vorgaben übersetzt?
Diese und andere Fragen werden im Rahmen von zwei Podiumsrunden mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik diskutieren.