Experten diskutieren über IT-Sicherheit in der Mobilität auf der 33. DVF-Mitgliederversammlung

V. l. Wrage, Preuss, Dr. Nußbaum, Körner und Moderator Sascha Hingst

"Über das IT-Sicherheitsgesetz will der Bund erreichen, dass systemrelevante Marktteilnehmer der verschiedenen Wirtschaftssektoren ihre Cybersicherheit erhöhen. Der aktuelle Entwurf dieser KRITIS-Verordnung schießt aber über das Ziel hinaus. Dazu gilt für den Verkehrssektor: Die unterschiedlichen Verkehrsmittel können sich gegenseitig ergänzen, so dass der Ausfall des Einen nicht zum Totalausfall des gesamten Transportsystems führt. Es ist nicht hilfreich, wenn die Verkehrsbetriebe Essen oder der Flughafen Bremen überbordende Sicherheitsauflagen erfüllen müssen, da sie für die Versorgung der Bevölkerung als systemrelevant definiert wurden, ähnlich wie Wasser- und Stromnetz", sagte DVF-Präsidiumsvorsitzender Dr. Ulrich Nußbaum auf der 33. Mitgliederversammlung.

 

 "Der bisherige Ansatz des Gesetzgebers zur KRITIS-Verordnung ist noch zu pauschal. Bisher gibt es kaum Forschung und Expertisen, um eine differenzierte Sicherheitsarchitektur für den Transportsektor zu entwickeln. Wir sehen jedenfalls, dass die verschiedenen Wirtschaftssektoren unterschiedlich aufgestellt sind und das muss Berücksichtigung bei der Klassifizierung und Skalierung des Risikopotenzials finden", forderte Marco Preuss, Director Europe, Global Research & Analysis Team, Kaspersky Labs GmbH.

 

Ivo Körner, DVF-Präsidiumsmitglied, Geschäftsführer Vertrieb Branchenkunden, Vice President Enterprise Sales DACH IMT, IBM Deutschland GmbH und Ulrich Wrage, Vorstand, DAKOSY Datenkommunikationssystem AG, sprachen sich ebenfalls für eine differenzierte Herangehensweise bei der Klassifizierung  aus.

 

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Carsharing braucht einheitlichen Rechtsrahmen

„Durch die Ausweisung von besonderen Parkplätzen werden Carsharing-Fahrzeuge in Zukunft besser verfügbar und sichtbarer. Dafür schafft das Carsharinggesetz einen verlässlichen Rahmen. Es gibt eine Reihe von Ansatzpunkten, wie wir die Qualität und Nachhaltigkeit der Mobilität in den Städten ausbauen können. Carsharing ist ein wichtiger Baustein in einem integrierten Konzept", sagt Dr. Florian Eck, stellvertretender DVF-Geschäftsführer.

 

"Es ist gut, dass der Bund eine Lösung gefunden hat, die sowohl Free-Floating-Konzepte wie auch das stationsbasierte Carsharing umfasst. Auch für künftige Weiterentwicklungen wie Peer-to-Peer-Carsharing sollten wir offen bleiben", so Eck weiter.

 

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Schulte warnt vor Wertschöpfungs- und Know-How-Verlust

Dr. Schulte beim Parlamentarischen Abend des DVF vor 150 Gästen aus Politik und Wirtschaft

"Der Luftverkehrsstandort Deutschland wächst unterdurchschnittlich – seit Jahren. Und dieses geringe Wachstum wird nicht mehr von deutschen Fluggesellschaften getrieben. Dadurch verlieren wir in Deutschland Verbindungsqualität, Wertschöpfung und Know-How. Wir brauchen von der Bundesregierung die Umsetzung konkreter Maßnahmen, um den Standort für die Zukunft zu sichern“, sagte DVF-Präsidiumsmitglied Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender des Vorstands Fraport AG.

 

Schulte verwies auf das seit Jahren unterdurchschnittliche Wachstum des deutschen Luftverkehrs. 2016 sind die verkauften Personenkilometer der Airlines weltweit um 6,3 Prozent angestiegen, in Europa um 4,6 Prozent und bei den deutschen Airlines um nur 1,4 Prozent. Trotz der enormen Wirtschaftskraft Deutschlands lag das Passagierwachstum der deutschen Flughäfen 2016 nur bei 3,4 Prozent im Vergleich zu Großbritannien mit 6,2 Prozent oder Spanien mit 11 Prozent.

 

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Mit Blick auf den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung plädiert das Deutsche Verkehrsforum (DVF) für eine konzertierte Aktion von Politik und Wirtschaft zur Modernisierung des Mobilitätssektors. Dr. Ulrich Nußbaum,...

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